Freamer

Nutzungs­bedingungen

Freamer ist ein schwarzes Brett für geschlossene Kreise. Man stellt Träume ein, meist ohne Namen, andere sagen Geld oder Ressourcen zu, und die Namen fallen erst, wenn beide Seiten das wollen. Diese Bedingungen sagen, worauf du dich dabei einlässt und worauf nicht.

Das Wichtigste vorab

Über Freamer fließt kein Geld. Eine Zusage ist eine Absichtserklärung im Kreis, kein Vertrag und kein Anspruch. Die KI-Einschätzung ist ein maschinell erzeugter Denkanstoß, keine Beratung. Und die Anonymität schützt dich vor den anderen im Kreis, nicht vor dem Betreiber.

1. Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter von Freamer ist all of us Medienproduktion, Inhaber Ulrich Steinsiepe, Beethovenstraße 25, 50674 Köln, kontakt@all-of-us.de. Die vollständigen Angaben stehen im Impressum. Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der unter dieser Adresse erreichbaren Anwendung.

2. Was Freamer ist und was nicht

Freamer ist eine Pinnwand für private Kreise. Menschen, die sich kennen, sammeln dort Träume zum Zusammenlegen von Geld und Ressourcen und finden heraus, wer mitmachen würde.

Freamer ist kein Zahlungsdienst, keine Vermittlung von Geldanlagen, keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung und keine Crowdfunding-Plattform im rechtlichen Sinne. Es findet keine Kapitalanlagevermittlung statt und es werden keine Gelder entgegengenommen, verwahrt oder weitergeleitet.

3. Zugang und Konto

4. Zusagen sind unverbindlich

Wer in Freamer Geld oder eine Ressource zusagt, erklärt eine Absicht. Daraus entsteht kein Vertrag, weder mit dem Anbieter noch zwischen den Beteiligten, und kein Zahlungsanspruch. Zusagen lassen sich jederzeit ändern und zurücknehmen.

Ob und wie aus einem Traum etwas wird, klären die Beteiligten unmittelbar untereinander. Alle rechtlichen und steuerlichen Fragen eines solchen Vorhabens, etwa Rechtsform, Haftung, Eigentumsverhältnisse und Ausstiegsregeln, liegen ausschließlich bei ihnen. Bei größeren Summen ist fachlicher Rat dringend zu empfehlen.

5. Anonymität, und was sie nicht leistet

Beim Einstellen wird entschieden, ob ein Traum ohne Namen oder mit Namen läuft. Ohne Namen erscheint jede beteiligte Person unter einem Pseudonym, das nur für diesen einen Traum gilt. Der Klarname wird der Gegenseite erst gezeigt, wenn beide Seiten dem Aufdecken zugestimmt haben, und dann ausschließlich dieser einen Person. Mit Namen stehen die Namen von Anfang an für den ganzen Kreis dabei.

Ab 500 Euro pro Person und Jahr, gerechnet auf die kleinste angegebene Zahl an Mitmachenden, ist die Form ohne Namen zwingend. Das soll verhindern, dass sich jemand für seine Möglichkeiten rechtfertigen muss.

Diese Pseudonymität schützt vor der Zuordnung durch die anderen Mitglieder des Kreises. Sie schützt nicht gegenüber dem Anbieter, der technisch Zugriff auf die Datenbank hat. In kleinen Kreisen lässt sich zudem manches erraten, etwa am Schreibstil oder am Inhalt eines Traums. Wer etwas wirklich für sich behalten will, stellt es nicht ein.

6. KI-Einschätzung

Auf ausdrücklichen Klick kann für einen Traum eine automatisch erzeugte Einschätzung abgerufen werden. Auslösen kann das ausschließlich die Person, die den Traum eingestellt hat; die übrigen Mitglieder des Kreises lesen das Ergebnis nur. Dabei werden Titel, Beschreibung, Betrag samt Rhythmus und Bezug, die gewünschte Zahl an Mitmachenden, gesuchte Ressourcen, Frist sowie die Zahl der bisherigen Zusagen und die Größe des Kreises an einen externen Anbieter übermittelt. Namen, Mailadressen und Pseudonyme werden nicht übermittelt. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Diese Einschätzung wird von einem Sprachmodell erzeugt. Sie kann sachlich falsch sein, Wichtiges übersehen und Zahlen falsch einordnen. Sie ist ein Denkanstoß und ausdrücklich keine Beratung. Entscheidungen über Geld trifft niemand auf ihrer Grundlage allein.

7. Inhalte und Verhalten

Für eingestellte Inhalte ist verantwortlich, wer sie eingestellt hat. Unzulässig sind insbesondere:

Ein eingestellter Traum lässt sich bewusst nicht mehr bearbeiten, damit sich niemand auf nachträglich verschobene Bedingungen einlassen muss. Das gilt auch für den Betrag, die Zahl der Mitmachenden und die Frage, ob mit oder ohne Namen. Der Traum kann von der einstellenden Person geschlossen oder gelöscht werden. Beim Löschen verschwinden auch die Zusagen anderer dazu.

Der Anbieter darf Inhalte entfernen und Konten sperren, wenn ein begründeter Verdacht auf einen Verstoß gegen diese Bedingungen oder auf Rechtsverletzungen besteht.

8. Verfügbarkeit und Kosten

Die Nutzung ist unentgeltlich. Es besteht kein Anspruch auf Verfügbarkeit, auf einen bestimmten Funktionsumfang oder auf den Fortbestand des Angebots. Wartungen, Störungen und Weiterentwicklung können zu Unterbrechungen und Änderungen führen. Der Anbieter kann den Dienst mit angemessener Vorankündigung einstellen.

Sichere dir wichtige Inhalte selbst, wenn du sie behalten möchtest.

An einigen Stellen ist ein Knopf zur freiwilligen Unterstützung eingebunden. Eine Zahlung darüber ist ein freiwilliger Beitrag zu den laufenden Kosten, keine Gegenleistung für den Dienst. Sie begründet keinen Anspruch auf zusätzliche Funktionen, auf Verfügbarkeit oder auf Rückzahlung. Wer nichts gibt, nutzt Freamer in vollem Umfang.

7a. Rückfragen zu einer Zusage

Zu jeder Zusage können die beiden Beteiligten Nachrichten austauschen, um Offenes zu klären. Für diese Nachrichten gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Inhalte in Ziffer 7. Sie sind für den Rest des Kreises unsichtbar, aber nicht verschlüsselt — der Anbieter hat technisch Zugriff auf die Datenbank. Wer etwas wirklich vertraulich besprechen will, tut das anderswo.

7b. Fotos

Zu einem Traum lassen sich bis zu vier Fotos hochladen. Hochladen darf nur, wer die Rechte an dem Bild hat. Fotos, auf denen andere Personen erkennbar sind, gehören nur mit deren Einverständnis hierher. Für hochgeladene Bilder gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Inhalte in Ziffer 7.

Die Fotos sind nur für die Mitglieder des jeweiligen Kreises sichtbar. Ort und Uhrzeit werden aus der Bilddatei entfernt. Ein Bild kann trotzdem verraten, von wem es stammt — bei einem Traum ohne Namen ist das eine Überlegung wert.

7c. Links und Wahlmöglichkeiten

An einen Traum lassen sich bis zu drei Links auf fremde Seiten hängen. Freamer ruft diese Seiten nicht auf und prüft sie nicht: es gibt keine Vorschaubilder und keine von dort geladenen Titel. Angezeigt wird die selbst vergebene Beschriftung und der Name des Servers aus der Adresse. Für den Inhalt der verlinkten Seite ist allein deren Anbieter verantwortlich. Wer einen Link einstellt, versichert, dass er auf ein rechtmäßiges Angebot verweist; für Links gelten im Übrigen dieselben Regeln wie für alle anderen Inhalte in Ziffer 7.

Wer einen Traum einstellt, kann zwei bis sechs Möglichkeiten zur Wahl stellen und festlegen, ob davon eine oder mehrere angekreuzt werden dürfen. Wer Interesse zeigt, kreuzt an; die Verteilung der Stimmen sehen alle im Kreis, samt Pseudonym oder Namen der jeweiligen Person. Eine solche Wahl ist eine Meinungsäußerung und keine Abstimmung mit bindender Wirkung — was am Ende gilt, entscheidet die Runde selbst.

7d. Melden von Träumen

Jedes Mitglied eines Kreises kann einen Traum melden, der gegen Ziffer 7 verstößt. Dazu gehören die Angabe eines Grundes und eine kurze Beschreibung. Wer meldet, bleibt gegenüber der einstellenden Person und dem übrigen Kreis unsichtbar.

Nach dem Absenden prüft ein KI-System den gemeldeten Traum. Es kann einen Traum sperren: der Traum ist dann für den Kreis sofort nicht mehr sichtbar und nimmt keine Zusagen mehr an. Eine Sperre ist keine Löschung. Über das endgültige Löschen und über die Aufhebung einer Sperre entscheidet ausschließlich ein Mensch beim Anbieter. Bleibt der Fall unklar, wird nicht gesperrt, sondern einem Menschen vorgelegt.

Die einstellende Person wird über eine Sperre ihres Traums informiert und erfährt den Grund, nicht aber, wer gemeldet hat. Sie kann ihren Traum weiterhin selbst löschen. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Ergebnis der Prüfung besteht nicht; ebenso wenig ein Anspruch darauf, dass gemeldete Inhalte entfernt werden. Wer mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, kann sich an die im Impressum genannte Adresse wenden.

Die Meldefunktion ist für Regelverstöße da. Sie wiederholt oder wahrheitswidrig einzusetzen, um einen unliebsamen Traum aus dem Kreis zu bekommen, ist selbst ein Verstoß gegen diese Bedingungen.

7e. Wie ein Traum endet

Die einstellende Person kann eintragen, was aus ihrem Traum geworden ist: geschafft, doch nicht oder verschoben, jeweils mit einer kurzen Erklärung. Damit ist der Traum für neue Zusagen geschlossen. Alle, die zugesagt haben, werden darüber benachrichtigt. Diese Angabe ist eine Mitteilung unter Beteiligten, keine Abrechnung und keine Quittung.

Das Absprache-Papier fasst zusammen, was im Traum steht und wer was zugesagt hat. Es ist eine Gedächtnisstütze zum Ausdrucken, kein Vertrag und keine Rechnung. Wer eine verbindliche Vereinbarung braucht, schließt sie außerhalb von Freamer.

7f. Kreise verlassen und Mitglieder entfernen

Jedes Mitglied kann einen Kreis jederzeit verlassen. Dabei werden die eigenen Zusagen in diesem Kreis zurückgezogen und die eigenen Träume dort geschlossen und als nicht zustande gekommen gekennzeichnet; bereits geschriebene Beiträge bleiben stehen, damit Gespräche lesbar bleiben. Wer einen Kreis verwaltet, kann andere Mitglieder aus diesem Kreis entfernen — mit denselben Folgen. Ein Anspruch auf Mitgliedschaft in einem fremden Kreis besteht nicht.

Die Verwaltung eines Kreises kann außerdem den Namen ändern und den Einladungscode neu erzeugen; der bisherige Code ist dann ungültig. Verlässt die verwaltende Person den Kreis, geht die Verwaltung an das am längsten dabei befindliche Mitglied über. Verlässt die letzte Person den Kreis, wird er gelöscht.

7g. Sperre von Konten

Der Anbieter kann ein Konto sperren, wenn ein begründeter Verdacht auf einen Verstoß gegen diese Bedingungen besteht — auch bei wiederholtem, offensichtlich unbegründetem Melden fremder Träume. Eine Sperre verhindert das Anmelden; eingestellte Inhalte werden dadurch nicht gelöscht. Betroffene können sich an die im Impressum genannte Adresse wenden. Über eine Sperre entscheidet immer ein Mensch.

8a. Benachrichtigungen per Mail

Freamer schickt dir Mails, wenn in deinen Kreisen etwas passiert, das dich betrifft. Persönliches sofort, alles Übrige gesammelt und höchstens einmal am Tag. Beides lässt sich einzeln abschalten, in der Anwendung unter dem Personensymbol oder über den Link am Fuß jeder Mail. Login-Links kommen unabhängig davon weiterhin.

In diesen Mails stehen keine Namen und keine Pseudonyme. Ein Anspruch auf Zustellung besteht nicht: Mails können verzögert ankommen, im Spam landen oder ausbleiben. Verlass dich bei Fristen und Zusagen deshalb nicht auf die Benachrichtigung, sondern schau in die Anwendung.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Nutzung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung man regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

Nicht gehaftet wird für Entscheidungen, die auf Grundlage der KI-Einschätzung getroffen werden, für das Zustandekommen oder Scheitern von Vorhaben zwischen Nutzenden, für den Verlust von Geld oder Ressourcen, die zwischen Nutzenden bewegt werden, und für Inhalte, die andere Nutzende eingestellt haben.

10. Beendigung

Du kannst dein Konto jederzeit selbst löschen, in der Anwendung über das Personensymbol oben rechts. Damit verschwinden deine Mailadresse, dein Name, deine Träume samt der Zusagen darauf, deine eigenen Zusagen und deine Mitgliedschaften. Was du gelöscht hast, ist weg.

11. Änderungen dieser Bedingungen

Diese Bedingungen können angepasst werden, wenn sich die Anwendung oder die Rechtslage ändert. Über wesentliche Änderungen wird in der Anwendung informiert. Wer danach weiter nutzt, stimmt der geänderten Fassung zu. Wer nicht einverstanden ist, kann sein Konto löschen.

12. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem du deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast, bleiben unberührt. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Teil wirksam.

Stand: 14. August 2026